Richtungswechsel – Life Update #1






Es ist tatsächlich schon September! Gestern gedanklich irgendwie noch im Frühjahr stecken geblieben, blicke ich heute ungläubig auf die ersten Blätter auf dem Boden und die 9 in der Datumsmitte. Ernsthaft, wo sind die letzten Monate geblieben? Ich habe das komische Gefühl, gerade erst richtig im Jahr 2016 angekommen zu sein, da fängt es schon an, sich wetterfest zu rüsten.
September, du läutest die letzten Monate des Jahres und mein letztes Semester ein. Zeit für ein Life Update.




Ich brauche etwas Neues 
 
Eigentlich hatte ich vor, diesen Post viel später zu schreiben. Um genauer zu sein, nächstes Jahr im Frühjahr, wenn sich mein bisheriges Leben in einigen Faktoren verändert wird. Aber irgendwie habe ich momentan das Gefühl, schon jetzt meine Gedanken dazu ordnen zu müssen. Sie aufzuschreiben, weil ich momentan diesen Antrieb in mir habe. Den Antrieb, etwas in meinem Leben verändern zu wollen. Habe zeitweise das Gefühl, nichts kann mir mehr ausreichen und alles nervt mich. Will manchmal einfach nur raus und mal irgendwo fremd richtig durchatmen. Fühle mich wie festgefahren und gleichzeitig auch immer noch ständig in Bewegung. Im April schrieb ich in DIESEM Post darüber, dass ich mich ein bisschen verloren gefühlt, mich nie als waschechte Studentin angesehen und über Ansprüche nachgedacht habe, die wir uns immer wieder selbst stellen. Schon da war ich dabei, meinen bisherigen Lebensentwurf neu zu überdenken. Nur da wusste ich, ich habe noch Zeit, also keine Panik, dass du immer noch nicht so ganz erklären kannst, was dir dein Studium eigentlich gebracht hat. Jetzt sieht die Sache schon etwas anders aus. Ein dreiviertel Jahr ist an sich eine lange Zeit. Genug zumindest, dass ein Baby für unsere Welt ausgereift in ein Kinderbettchen rutschen kann (und nein, damit will ich nicht andeuten, dass ich eines erwarte). Aber ich muss mir echt mal Gedanken machen. Wo ich hinwill und warum wohin nicht. Und ich weiß: Ich brauche etwas Neues. 
 

Mein Fokus hat sich verschoben

Gerade jetzt merke ich mehr denn je, dass ich einen Richtungswechsel brauche. Die Landschaft, die an meinem Cabriofenster vorbeirauscht ist mir vertraut geworden, aber auch so sehr, dass ich gar nicht mehr an schönen Orten anhalten und aussteigen will. Nicht, weil sie in meinen Augen nicht mehr schön sind, oder ich sie unbedingt schon alle gesehen hätte. Aber irgendwie fordern sie mich nicht mehr heraus, locken mich und meine spontane Begeisterung so hervor, wie noch zu Beginn der Fahrt. Mein Fokus hat sich verschoben. Weil mein Blick auf die vielen fremden Städte auf den Schildern kleben blleibt. Und ich mag diese Veränderung. 
 

Richtungswechsel
 
Den Wunsch nach einem Richtungswechsel trage ich schon länger mit mir herum, aber manchmal lässt sich durch bestimmte Gegebenheiten nicht immer alles klar formulieren und sofort in die Tat umsetzen. Trotzdem müssen wir unsere Leben immer wieder neu entwerfen, weil sich auch die Umstände, in denen unser Leben stattfindet, ständig verändern. Darauf möchte ich reagieren, wieder mehr darauf hören, ob ich bestimmte Veränderungen befürworte, was mich glücklich und was warum unglücklich macht. Möchte wieder mehr mir selbst zuhören können und daraufhin meinen Plan neu zeichnen. In der Vergangenheit habe ich mehr oder weniger unterbewusst immer die Richtung gewechselt. Eher im kleineren Kontext, aber ich brauchte immer die Gewissheit, eine neue Veränderung erkennen zu können. 
 

Ordnung beginnt im Kopf 
 
Ich glaube innerhalb des letzten Jahres habe ich so oft meine Möbel umgestellt, wie in den 2 Jahren zuvor nicht. Gerade gestern wieder. Komischerweise habe ich das Gefühl, wenn ich meine Wohnung neu ordne, klappt das mit der Gedankenordnung auch besser. Jetzt steht mein Schreibtisch direkt am Fenster (was er bis dato noch nie tat) und während ich diesen Post verfasse, verfärbt sich der Abendhimmel vor meinen Augen von blau zu rosa zu gelb und wieder zu dunkelblau. Und was soll ich sagen, schüttelt den Kopf, aber diese kleine Veränderung macht mich jeden Morgen aufs Neue glücklich. Ich schreibe wieder wie von alleine, und auch für den Blog habe ich wieder neue Ideen.
Gerade jetzt scheint die Zeit diesen Geschmack in der Luft zu haben, dass neue Chancen möglich sind. Und dann will ich den 3. Schritt zuerst machen. Die kleinen Sachen halten mich irgendwie auf. Ich war ja noch nie gut darin, mich in Geduld zu üben. Muss unangenehme Gespräche immer am Besten sofort klären, und um Sicherheit zu haben, kann ich nicht eher ruhen, bis ich sie bekomme.


Letztes Kapitel? 
 
In ein paar Wochen fängt mein letztes Semester an der Uni an. Auf der einen Seite komisch, weil ich mich immer noch als 19-jähriger Blondschopf mit großen Erwartungen in der Ersti-Vorlesung sitzen sehe, aber andererseits habe ich mich über die Jahre ja auch nie mit dem typischen Studentenleben anfreunden können. Weswegen ich auch ein bisschen froh bin, bald den Epilog für dieses Buch schreiben zu können.
Aber zuerst heißt es ab morgen ein halbes Jahr Praktikum. Noch so eine unvermeidliche Sache, die mir mehr denn je beweist: Es verändert sich etwas. Bin immer noch in Bewegung, aber fange wieder an, in meinem Tempo zu fahren.

Ich weiß, dass ich die letzten Wochen eher getaumelt, als zielgerichtet gegangen bin. Ich weiß auch immer noch nicht, welchen genauen Kurs ich einschlagen werde, aber ich habe eine neue Richtung in mir entwickelt, und die reicht erst einmal vollkommen aus.
Ich habe das Gefühl, nichts kann mir mehr ausreichen und alles nervt mich. Will manchmal einfach nur raus und mal irgendwo fremd durchatmen. Irgendwo fremd aufwachen und wissen, dass das mein neues Hier wird. Will weg und neu anfangen.




   


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1 Comments

  1. Anonym27/9/16

    Hey Madame Gold,

    Muss dir aufjedenfall ein dickes Lob hier lassen für deinen Blog! Bist echt mega hübsch und sexy! Und deine verfassten Texte sind stets durchdacht und ansprechend!
    Am besten postest du diesen Kommentar hier nicht, da ich dir noch sagen möchte, dass du unbedingt was mit Kniestrümpfen machen musst! Erstens: der Hit diesen Herbst!
    Zweitens: würden dir unglaublich gut stehen, da sexy lange Beine und perfekter po ;D!
    Und drittens: einfach so als Inspiration :)

    Mach weiter so

    Deine Kira

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