OUTFIT: Easy like summer mornings

 
Während ich diesen Post verfasse, wandert mein Blick alle paar Minuten vom Laptop Bildschirm rüber zu meinem auf einem Kissenturm wie die Prinzessin auf der Erbse gebetteten Fuß im Kompressionsverband. Diagnose: Entzündung. Schwellung: 1A. Bewegungsunfähig, fühle ich mich wie ein Käfer auf dem Rücken. Perfektes Timing. Bei diesem Wetter ans Bett gefesselt zu sein ist ätzend. Wehmütig suche ich die Fotos von vor 2 Wochen heraus, als der Sommer noch mal anfing, wieder Vollgas zu geben. Perfektes Wetter, um um 6 Uhr morgens aufzustehen, nach einem Eiskaffe mit Sonnenaufgang vor dem Fenster in die Shorts zu schlüpfen und in die noch kühle Morgenluft zu treten. Durch die Straßen wandern, während die Stadt langsam wach wird. Perfekt.

Im Gegensatz zu dem Umfang meines Knöchels hat sich mein Griff in den Kleiderschrank die letzten Tage nämlich nicht geändert. Ich glaube innerhalb der letzten 2 Jahre bin ich in meinem Stil ziemlich herumgewandert. Es waren eher kleiner Veränderungen oder "Phasen", wie ich sie heute gerne nenne, aber dennoch schüttel ich bei manchen Outfits aus dem letzten Jahr nur den Kopf. Nichts war super peinlich, aber in meinen Augen jetzt einfach nicht mehr ich (ich verlinke hier mal einfach nichts).
Aber es ist ja auch eher so, dass mein Stil mit meiner persönlichen Weiterentwicklung mitgegangen ist. Immer Ausdruck meiner Gefühlslage war. Dennoch habe ich das Gefühl, momentan vielleich DIE Art gefunden zu haben, mit der ich mich am Wohlsten fühle. Das letzte Jahr war für mich persönlich mit das Wichtigste. In 2015 bin ich wirklich irgendwie erwachsen geworden, da hat es Klick gemacht, habe Dinge erkannt und Einsichten gehabt. Und heute fühle ich mich mehr denn je in diesem Gefühl und genieße es. Klare Ansichten formulieren, mir mehr zuhören, nicht mehr ablenken lassen. Mich außerhalb meiner Comfort Zone aufhalten, falsche Versprechen erkennen, immer wieder offen für Neues sein, mich fallen lassen aber nicht unvorsichtig werden, und jeden Tag versuchen, ein Lächeln auf dem Gesicht zu haben.

Genau deswegen liebe ich Basics, klassische Farben und Schnitte und all time favorites. Schlichtes Top, Lieblings High- Waist Jeans und Sneaker. Ich verlasse ja am Liebsten mit kleinen Taschen die Wohnung. Man hat beide Hände frei für Pommes und Eis und nicht das Gefühl gen Erdmittelpunkt gezogen zu werden. Kleidungsstücke, in die ich reinschlüpfe, mich nicht einengen und einfach zu kombinieren sind - I like.
Nicht so viel Theater um etwas, das ich nicht bin. Ich liebe den Blick zum Detail, aber in der Mode strengt er mich zu schnell an. Ich bin kein Modepüppchen und will es auch gar nicht sein. Dieses Hinterherjagen der neusten Trends, immer besser, ausgefallener, aufregender sein als alle anderen, stell ich mir grausam anstrengend vor. Und das bin auch nicht ich. Ich bin eher die, die alle paar Tage ein weißes Oberteil anzieht und sich prompt einen Fleck zuzieht. Ich bin die mit den eigensinnigen Haaren, die mehr als einen Dutt oder Pferdeschwanz nicht erlauben. Ich bin die, die Sneaker High Heels vorzieht.  Die, die jeden Tag ein Outfit tragen will, dass ihr genug Platz für sich und ihren Tag lässt.

Ja, das bin ich.  




 
 
 

Jeans: H&M  - Ähnliche hier: 



Top: Telly Weijl - Ähnliche hier:



Tasche: noname - Ähnliche hier:



Sonnenbrille: monki - Ähnliche hier: 



Schuhe: Adidas


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2 Comments

  1. Ein cooler Look! Die Tasche ist ein mega Hingucker :)

    Liebste Grüße
    Dorina // Adeline und Gustav

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