THANK YOU, 2015





Ihr Lieben, es wird Zeit für den obligatorischen Jahresabschluss- Post. Dieses Jahr war genau genommen kein besonderes Blogger- Jahr. Denn ich habe das Bloggen leider sehr vernachlässigt und zeitweise sogar aufgehört. Und trotzdem war es besonders- und wichtig. 2015 war ein aufregendes, trauriges, schönes, leuchtendes, ärgerliches, ab und zu langweiliges, glitzerndes und lustiges Jahr.



Anfang des Jahres feierte ich nach der Silvester- Sause erst einmal meinen Geburtstag. Mit einem Jahr älter fühlte ich mich nicht unbedingt weiser, aber für meinen Blog stieg ich voll motiviert in das Jahr ein. Ich nahm an der Blogparade der lieben Adelina. Es war meine erste Blogparade und ich finde, es ist eine wunderbare Idee sich als Blogger (z. B. einer gemeinsamen Stadt) auch aus unterschiedlichen Sparten auszutauschen. Ich hätte mal wieder Lust auf eine Neue! (also wenn jemand unter euch einen Blog hat und eine starten möchte, meldet euch gerne.)


 
Ungefähr zur gleichen Zeit habe ich dann auch angefangen, mich mehr mit dem Thema „Fast Fashion“ und „Fair Fashion“ auseinanderzusetzen. Der direkte Auslöser waren damals die Dokumentation der norwegischen Zeitung Aftenposten. (Wer den Artikel damals verpasst hat, kann ihn hier nochmal nachlesen.) Vermutlich führte auch dieses Thema, mit dem ich mich wirklich intensiv auseinandersetze, dazu, dass ich anfing, meinen Blog und vor allem das Thema Mode, dem ich hier den allergrößten Platz einräume, in einer anderen Perspektive zu sehen und mich von ihm entfernte.

Ab Frühjahr merkte man diese Entwicklung dann auch meinem Blog an. Um ehrlich zu sein, war es nach einiger Zeit Stille für mich auch schwer, wieder anzufangen und in einen gewissen Blogger- Rhythmus zu kommen. Trotzdem freute ich mich sehr, als ich im Sommer die Einladung zum 2. Leipziger Blogger Kaffeklatsch bekam, wo sich ein paar Leipziger Bloggerin zum Kaffee schlürfen und Kuchen futtern trafen und sich unter einem angenehmen Sommerhimmel und Sekteinfluss über ihre Erfahrungen austauschten. Da ich zum 1. Bloggertreffen leider nicht erscheinen konnte, war dieses mein allererstes Zusammentreffen mit den anderen Mädels und es war schön, mal die Personen hinter den einzelnen Blogs kennen zu lernen. Ich hoffe 2016 kriegen wir vielleicht auch ein 3. Treffen hin!


Mit der Zeit dann musste ich eines leise aber sicher feststellen: ich konnte meinen Blog nicht aufgeben. Und wollte es auch nicht. Deswegen meldete ich mich mit einer zaghaften Motivation zurück. Wusste aber selbst noch nicht genau, was jetzt kommen sollte. Worüber ich schreiben wollte. Zum Ende des Jahres hin war ich mir dann sicher, dass ich meinen Blog genau als das weiterführen möchte, wie ich ihn damals begonnen habe. Als einen Teil von mir, mit persönlichen Texten und Gedanken und... Mode. Denn auch wenn ich dieses Jahr mal Zeiten hatte, in denen mich diese ganzen Fashion- Industrie ankotzte, komme ich nicht von Mode weg. Ich mag sie viel zu sehr, das habe ich das letzte halbe Jahr leider nur nicht richtig fühlen können.
Im Zuge dieser neuen Motivation überkam mich auch der Wunsch nach einer Veränderung und so zog ich in einer Nacht und Nebelaktion mit meinem Blog um zu WordPress. Meine Gründe und Erfahrungen und warum ich dann doch schneller als gedacht wieder bei Blogger landete, könnt ihr noch einmal hier nachlesen.

Insgesamt war das Jahr blog- technisch gesehen eher belanglos, dafür war es für mich persönlich ein sehr wichtiges Jahr.



Den ganzen Post gibt´s hier


 
Den ganzen Look gibt´s hier
 


Den Look gibt´s hier
 
 
 

 Den ganzen Look gibt es hier 
 
 
 

Den Post gibt´s hier 
 
 
 
 
 
Hier geht´s zum Post
 
 
 

 
Den Look findet ihr hier
 


 
 Das Outfit findet ihr hier



Eigentlich erwartet man immer so viel von einem Jahr. Ähnlich wie bei seinem Silvester- Outfit, das „perfekt“ und „unbedingt etwas besonderes“ sein soll. Ich habe mir so oft immer so viel früher Gedanken gemacht, was ich anziehen will, nur um dann doch letzten Endes alles umzuschmeißen. Natürlich will man toll aussehen in der Silvesternacht, aber wieso macht man sich immer so einen Druck? Dieses Jahr habe ich gemerkt, dass es doch total unnötig ist, sich in dieser Erwartungshaltung zu verlieren. Deswegen fegte ich irgendwann den ganzen angehäuften Kleiderhaufen vom Bett und griff zu meinem Lieblingsrock, der plötzlich so viel Ruhe ausstrahlte. Und ich fragte mich, wieso ich ihn nicht schon vorher gesehen hatte zwischen den ganzen Sollte, Müsste, Hätte.

Eigentlich nimmt man sich immer so viel vor in einem Jahr. Und eigentlich ist man am Ende auch immer enttäuscht, weil das Jahr nicht so verlief, wie man es wollte. Auch ich könnte eigentlich ein bisschen enttäuscht sein. Weil nicht das eintrat, was ich mir erhofft hatte. Weil so viel schief ging. Weil so viel kaputt ging und weil so viel still steht.

Aber auch wenn man allen Grund dazu hätte enttäuscht zu sein, könnte man auch einfach mal dankbar sein.
Ich bin dankbar dafür, was das Jahr mir letztendlich doch gebracht hat. Weil viel passiert ist. Weil ich viel gelernt habe, aber noch mehr über mich selbst. Ich habe dieses Jahr mal wieder besser denn je gemerkt, dass Abschiede zwar scheiße sind, aber manchmal einfach sein müssen. Ich finde, man ist so selten dankbar über Dinge, über die zu meckern doch so viel einfacher ist. Es sind vielleicht nicht alle meine Wünsche oder Erwartungen in Erfüllung gegangen, dafür gab es aber so viele andere schöne Momente, die das Jahr für mich so toll gemacht haben. Für die möchte ich dankbar sein. Dafür, dass ich Erfahrungen machen durfte; dafür, dass ich lachen und weinen durfte; dafür, dass ich fallen musste, aber nie verlernt habe, wieder aufzustehen. Dankbar für alle Menschen, die in mein Leben traten und auch, wenn sie mich wieder verlassen haben. Dankbar zu sein ist so eine schöne Eigenschaft – wir vergessen sie nur zu oft.


Ich bin zum Ende des Jahres hin, auch viel motivierter geworden. Sehe die Dinge gelassener und verliere nicht mehr so schnell meinen Optimismus, nur weil eine Sache nicht so läuft, wie sie sollte. Unsere wirkliche Stärke, unser wirkliche Glaube und unser Charakter tritt erst richtig in der zu Tage, wie wir mit Schwierigkeiten umgehen. Eine unglaublich wichtige Erkenntnis ist in diesem Zusammenhang auch, dass man erkennen muss, was oder wer einem gut tut, und was oder wer einen eher daran hindert, glücklich zu sein. Diese Aussage klingt schon sehr schmalzig und abgedroschen, aber es ist halt wirklich so. Meiner Meinung nach beeinflussen uns die Vibes unserer Umgebung so maßgeblich, dass wir unsere Energie doch darin investieren sollten, sie so postitiv wie möglich zu gestalten. Denn ich glaube, dass das, was wir um uns herum aufbauen und mit was wir uns umgeben, auf uns zurückstrahlt und ebenso ist es umgekehrt.

Und ich glaube, dass 2016 ein gutes Jahr werden kann, wenn wir ihm nur die Chance geben.
Deswegen habe auch ich mir eine kleine Liste an Vorsätzen gemacht und werde Ende 2016 einmal schauen, was ich umsetzen konnte. Ich finde, jeder sollte so eine Liste haben. Egal ob auf Papier, im Handy oder im Kopf. Und ebenfalls egal ob vor Silvester, nach Silvester oder mitten im Jahr gefasst. Sie kann ein kleiner Leitfaden sein, falls man während des Jahres mal die Route verliert.
Man sollte sich Wünsche formulieren, neue Ziele setzen und große Träume ausmalen.
Zum Jahresende gibt es gerne ein kleines Ritual von mir. Ich durchblättere meinen Terminplaner, in den ich so gut wie fast alles aufschreibe. Beim Blättern schaue ich dann manchmal lächelnd auf ein bestimmtes Datum, weil ich Dinge lese und mich augenblicklich zu diesem Tag zurück versetzt fühle. Was ich allerdings an diesem Durchblättern am meisten merke, ist die Veränderung, die ich mehr oder weniger unbewusst durchgemacht habe. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich fühle mich nach jedem Jahr erfahrener, ein bisschen reifer und auch zufriedener. Und eben nicht, weil ich alles bekommen habe, was ich wollte; weil alles so passiert ist, wie es sollte. Weil ich all diese Probleme (wenn es welche gab) gelöst habe, Krisen und Schmerz überlebt habe, Tiefs durchlebt habe und dabei mehr von mir selbst dazu gewonnen habe.
Das, was ich jetzt schreibe klingt zwar etwas bescheurt, aber: egal, was ich dieses Jahr alles verloren habe; was mir durch die Finger geglitten ist und ich keine Chance hatten es festzuhalten; oder was mit einem Knall explodierte und plötzlich nicht mehr da war; ich habe immer noch eine Sache, die ich nicht verloren habe- mich selbst.

Und da wären wir auch schon wieder beim Thema Dankbarkeit. Warum immer sagen: „Dieses Jahr war so mies, dann kann das nächste Jahr ja nur besser werden!“. Wir sollten dankbar für das sein, war wir erlebt haben und was wir sehen durften und sollten sagen: „Danke für dieses Jahr, und hoffentlich wird das nächste Jahr noch besser!“



In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2016, viel Spaß in eurer Silvesternacht, und ein entspanntes Aufwachen am nächsten Morgen ;-)

 
See you next year,

xoxo Josi



PS: Ein großes Dankeschön auch an alle, die sich diesen Post bis zum Ende durchgelesen haben. :-)

Share:

1 Comments

Bitte habt Verständnis dafür, dass ich Kommentare, die ich für inhaltlich unangemessen oder persönlich verletzend empfinde, von der Veröffentlichung ausschließen werde. Ansonsten freue ich mich natürlich über jeden lieben oder konstruktiv kritischen Kommentar, also habt keine Scheu! :) xoxo J