THE REAL



 
Ich bin nicht der Typ, der sich alle Optionen offen hält. Der sich nicht entscheiden kann oder auch will. Der sich immer nachbestellt, obwohl sein Glas noch halb voll ist. Oder halb leer, wie man es eben sehen will. Ich bin nicht der Typ, dem die Hälfte reicht. Ich brauche immer das Ganze - oder gar nicht. Mit Halbherzigkeit kann ich nichts anfangen. Mit Mogeln steh ich auf Kriegsfuß.
Ich hasse es, irgendwo rumzusitzen und nicht zu wissen, ob das überhaupt Sinn macht. Denn Zeit kommt nicht zurück und meine Zeit ist mir wichtig.  


Ich bin der Typ, der Entscheidungen trifft. Jeden Tag neue. Der einen Punkt setzt, wenn der Satz zu Ende ist. Denn trotz Duden, fehlen einem irgendwann die Wörter in seinem Wortschatz, um ihn endlos weiterzuführen. Ich bin der Typ, der lieber seine Augen aufreißt, als halb verschlafen zu blinzeln. Ich will das Reale, das passiert und kann nicht warten, ob eventuell noch etwas anderes kommt. Vielleicht würde man sagen, ich brauche den Moment, an den ich mich später erinnern werde und nicht den Augenblick.

 

 

 

Deswegen denke ich lächelnd an Vergangenes, und finde es gut, so wie es war, denn ändern kann man es ja eh nicht. Wenn man aber das Spiel spielen würde und sich fragt, was wäre gewesen wenn, worüber denkst du da nach? Über Entscheidungen, die dann plötzlich Fehler werden, oder über Momente, die du an dir hast vorbeilaufen lassen, ohne sie aufzuhalten?
Eigentlich frage ich mich sowas nie. Denn es gibt die Option Was wäre wenn nicht. Keine Möglichkeit zurück zu reisen und es „besser“ zu machen. Mir macht die Vorstellung Angst, ich würde jetzt nicht da stehen, wo ich bin, wenn ich nur etwas anders gemacht hätte. Und dann bin ich sogar froh, dass es die Option nicht gibt. Denn in ihrer Endgültigkeit liegt die Möglichkeit zum Abschließen. 
 
 
Ich bin der Typ, der den Schlussstrich mit Lineal zieht. Damit ich ihn nicht mehr korrigiere, oder eventuell sogar noch mal lösche. Ich brauche das Reale, das Echte. Das, was einfach passiert und man es eben nehmen muss, wie es kommt und nicht das Verschwommene, dass man sich so formen kann, wie man es am liebsten sehen will. Ich will meine Augen aufreißen und endlich das sehen, was da ist. Einbildung ist keine Bildung, die dich weiterbringt. Ich will Momente sammeln, an die ich mich später erinnern werde.
 




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1 Comments

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    liebste Grüße J.
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