Thank you, 2014


Bevor ich als 100. jetzt irgendeine Floskel bezüglich des beendeten Jahres loswerde, lass ich es lieber ganz ( dass das Jahr quasi gelaufen ist, dürfte jeder aufm Schirm haben) und beginne meinen Review-of-2014-Post mit einem Songausschnitt:

Das Feuerwerk begrüßt uns wieder,
Hallo wir sind hier
Denn genau hier wurde
einmaliger Spaß zur Tradition
Tradition zu dem Zuhause, das
wir alle gern´ bewoh´n
[...]
Doch zu viel des Guten gibt´s nich´,  
egal zu welcher Zeit
Und nun bin ich  groß genug dafür,
dass ich selbst entscheid´.
(Sorgenkind- Ich bleib)

 
Ich hatte euch ja bereits  hier  erzählt, dass die Momente, in denen ich rückblickend das Jahr betrachte, mich schon früher als manch anderen einholen. Vor dem ganzen Trubel um Adventsonntage, Weihnachtsgeschenke und Jahreswechsel. Allerdings verschwinden sie ab da an auch nicht einfach wieder. Es sind dann die kleinen Momente, die in den eigenen Alltag gehören und einen plötzlich abholen über Dinge nachzudenken, die man im Jahr gelebt, gesehen, gefühlt oder einfach nur gelernt hat. Dinge, die man vielleicht meinte, vergessen zu haben, und einem klar machen, dass nichts in Gänze vergessen werden kann. Plötzlich hört man wieder das schallende Lachen, das aus einmaligem Spaß entstand; spürt das Kribbeln von einzigartigen Momenten; sieht Ausschnitte, die sich auf die Netzhaut gebrannt haben; und sieht Worte, die enttäuschten.
 
Ich hasse Vorsätze fürs neue Jahr. Ich hasse die Scheinheiligkeit, die diesem Brauch innewohnt, sich die Ehrlichkeit des Jahresschlussstriches schön zu malen, indem man sie durch "gute" Vorsätze relativieren will. Schließlich haben wir die Beträge übers Jahr selbst hinzugefügt, selbst aufgeschrieben und jetzt, da wir sie addieren, wundert sich ein mancher über das Ergebnis, das da unterm Strich steht.
Deswegen ziehe ich zwischendurch bereits Bilanz. Betrachte die Zahlen, aber zwinge mich nicht, sie zu beeinflussen und ständig ausgleichen zu wollen. Ich akzeptiere sie so, wie sie entstanden sind und wie groß sie auch sein mögen. 


Mein letztes Jahr war eine abenteuerliche Zahlenfolge, mit einigen Minusbeträgen, die mich zeitweise zu erdrücken drohten, aber letztendlich auch nur in einer Liste mit noch mehr Pluszeichen standen. Diese gaben mir wieder Luft zum Atmen und Raum zum Kalkulieren, Riskieren und Investieren und gaben mir Zeit, Entscheidungen zu treffen.
Und auch wenn man dabei doch etwas verloren hat, und diesen Betrag vielleicht nie wieder bekommt, hilft es nicht, einfach nur das große Loch anzustarren, das da plötzlich klafft, sondern sich aufzuraffen und zu überlegen, wie man es wieder füllen kann.
Vor allem muss man dafür wissen, was man kann, was man weiß und wozu man fähig ist. Oft erkennt man dies erst, wenn es wirklich drauf ankommt. Und man weiß, dass es quasi immer Zeit ist, den Arsch hochzukriegen. Dinge, die mich zum Stolpern brachten, bin ich einfach großzügig ausgewichen. Weil ich wusste, dass ich auch den längeren Umweg schaffen würde.
Ich habe an mir gearbeitet, mit mir und für mich.
Und auch für euch. Denn eure Likes und lieben Kommentare haben mir das Jahr hinweg ebenfalls versüßt. Sie haben mir gezeigt, dass das, was ich hier im anonymen Raum verteile, bei Personen ankommt, die mögen, was ich gebe.
Und an dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, dass das, was ich blogge, gemocht werden kann, aber nicht muss. Es muss nicht gefallen, was ich blogge. Aber dann muss es auch nicht weiter beachtet werden. Wir unterscheiden uns alle in unserem Geschmack und Empfinden, in Gefühl und Sehen. Das ist auch gut so, sonst wärs auch ziemlich langweilig. Aber es gibt nun mal auch Art und Weisen, die sich bei einigen ähneln. Die sich durch etwas verbunden fühlen. Bei anderen nicht. Das ist nun mal so.
Und natürlich wird es immer diejenigen geben, die das nicht verstehen wollen (?), nicht akzeptieren können. Vielleicht, weil der Weg den Unterschied zu zeigen, mehr Spaß macht, als selbst nach den Dingen zu suchen, die ihn mit etwas anderem verbinden. Manche wollen danach nicht suchen und das tut mir Leid für sie.
Ich blogge in erster Linie für niemand anderen als für mich selbst. Aber ich teile es mit euch, mache es öffentlich, weil jeder zwar für sich selbst lebt, aber niemand ohne andere.
Dieser letzte Post für 2014 ist nicht nur eine Danksagung an euch, sondern auch an das Jahr selbst. Ich danke ihm auch für die Abzüge und Diebstähle und den damit verbundenen Tränen. Weil ich wusste, dass es mich nur anspornen würde, mehr Plus zu machen.
2014, du hast mir beigebracht, mit den Zahlen des Lebens zu jonglieren. Dafür brauchte ich keinen Taschenrechner.
Nur meinen Mut und mein Vertrauen.
Thank you.




















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5 Comments

  1. Tolle Fotos. Sehr professionell, und du bist ausserordentlich hübsch.
    Frohe neues Jahr dann.

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  2. Hey, toller Blog und wunderschöne Bilder :D
    Deine Outfits sind sehr unterschiedlich sodass für jeden was dabei ist, was ich sehr gut finde :)
    Ich bin jetzt auch Teil deiner Community und würde mich sehr darüber freuen wenn du auch mal bei mir vorbeischauen oder mir sogar folgen würdest :*

    LG und einen guten Rutsch
    Meli <3

    http://forgive-to-forget.blogspot.de

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    1. Hallo Meli, vielen lieben Dank für deine lieben Worte! :) Hab auch bei dir vorbeigeschaut, alles Liebe und Gute für 2015 für dich und deinen Blog.
      xoxo, Josi

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  3. Love your outfits dear! Would you like to follow each other? Let me know!

    http://crisisbeauty.blogspot.com.es/

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